Medizinische Hypnose

Hypnotisierbar und suggestibel sind wir alle. Zugrunde liegt, dass uns die Evolution so konstruiert hat, dass wir unsere menschliche Aufmerksamkeit lenken lassen durch Themen, die andere Menschen aufbringen und kommunizieren.

Dies zu unserem Wohl funktionieren zu lassen statt unserem Schaden, ist Ziel unserer medizinischen Hypnose.
Wir kennen alle Placebo-, aber auch Nocebo-Effekte von imposanten Beipackungszetteln von Medikamenten,
aber auch von unnötigen vertieften medizinischen Abklärungen zur Absicherung. Dabei werden Patienten das Gegenteil von gesünder.
Schon die Wortwahl ist wichtig, da ein Hirn assoziativ funktioniert: 'sicher' erzeugt unwillkürlich ein anderes Grundgefühl als 'ohne Angst'.

Meines Erachtens ist es Aufgabe eines Arztes
nach der Wahrnehmung des Leidens, dem Hören der Klagen und Anliegens eines Patienten
auch die Frage zu stellen nach den Wünschen, um die Beschäftigung mit den möglichen Lösungen des Problems durch den Patienten anzustossen.

(In der Hypnose-Therapie bezeichnet als 'Pacing and Leading').

Die Kreativität dazu ist grösser in einem emotionalen Zustand, der in der Trance entsteht: träumerisch, spielerisch, sich in Sicherheit fühlend, ..

In jeder Kommunikation gibt es hypnotische Elemente, ob wir wollen oder nicht. Man kann eine deklarierte Hypnose-Therapie-Sitzung abmachen oder in der alltäglichen ärztlichen Kommunikation, die hypnotischen Aspekte im Auge behalten.
Mein primäres Motiv zu meiner Hypnose-Therapie-Ausbildung war, mir meiner unbewussten Suggestinen bewusst zu werden. Später hab ich das grosse Potential erlebt und entschieden, auch explizite Hypnose-Sitzungen anzubieten.

Schönbucher

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